Mittwoch, 28. September 2016

[Rezension] Valhalla (Thomas Thiemeyer)

„Der Fluch, der aus der Kälte kam“, so prangt es hinten auf der Broschur von Thomas Thiemeyers „Valhalla“. Das klingt zunächst eigentlich erst einmal nach einem reißerischen Horrorthriller wie etwa „Das Ding aus einer anderen Welt“. Und dann ist im Klappentext auch noch die Rede von einer uralten Stadt unter dem Eis der Arktis, einer tödlichen Biowaffe und Nazis. Eigentlich kommt man sich da gleich vor wie in einem schlechten B-Movie, doch Entwarnung: „Valhalla“ ist eigentlich ein unterhaltsamer und recht intelligenter Thriller, wenn auch mit kleinen Schwächen.


Die Geschichte dreht sich um die beiden Archäologen Hannah und John, die von einem reichen Mäzen beauftragt werden, eine mysteriöse Stadt unter dem Eis der Arktis zu untersuchen, welche durch das Gletscherschmelzen zum Vorschein gekommen ist. Doch unter dem arktischen Eis lauert eine tödliche Gefahr, denn auch die Nazis wussten von der Stadt und haben den abgelegenen und lebensfeindlichen Standort für fürchterliche Experimente genutzt. Und was sie damals erschaffen haben, könnte nun auf die Menschheit losgelassen werden …
Wie gesagt, es klingt eigentlich nach einem schlechten B-Movie mit Nazizombies, aber Thiemeyer schafft es, aus dem Material einen anspruchsvollen Thriller zu machen, der trotz des fantastischen Stoffs recht glaubwürdig umgesetzt ist. Vor allem auch die gut recherchierten Fakten sind mir positiv aufgefallen, sowohl was historische/archäologische Fakten anbelangt als auch bezüglich der beschriebenen Technik. Handwerklich gib es leider aber auch ein paar Schwächen – am negativsten sind mir dabei die Dialoge aufgefallen, die oft sehr konstruiert wirken, darunter vor allem der Haupt-Antagonist, der meist wie der stereotype Bond-Bösewicht und damit recht unglaubwürdig wirkt.
Insgesamt aber eine doch kurzweilige Story. Für vier Punkte reicht es nicht ganz, dafür ist der Stoff etwas zu unoriginell und die Charaktere zu platt dargestellt, aber wer auf nett gemachte Techno-Thriller steht, kann hier gerne mal einen Blick riskieren!



 

Titel: Valhalla
Autor: Thomas Thiemeyer

Verlag: Droemer Knaur (2016)
Format: Taschenbuch, 512 Seiten
ISBN: 978-3-426-50941-8
Preis: €9,99
Link zum Verlag: http://www.droemer-knaur.de/buch/7763079/valhalla

Dienstag, 20. September 2016

SuB September

War ja länger Funkstille hier, bin auch selbst kaum zum Lesen gekommen, aber inzwischen liegen auch wieder ein paar Bücher auf dem Stapel, und bald gibt es auch die nächsten Rezensionen!
 
Hier schon mal ein Vorgeschmack auf die nächsten Titel:


Besonders auf den "Relic Master" freue ich mich schon sehr, endlich mal wieder ein historischer Roman! Ich werde berichten :)

Sonntag, 28. Februar 2016

[Rezension] Schlump (Hans Herbert Grimm)

"Schlump" war ein zufälliger Glücksgriff für mich, fiel mir das Buch doch eines Tages in der Buchhandlung in die Hände, ohne dass ich zuvor etwas davon gehört hatte. Das dürfte nicht nur mir so gegangen sein, denn "Schlump" war ein schon zu seiner Erstveröffentlichung 1928 nur wenig beachtetes Buch, das später auf dem Index der Nationalsozialisten landen und darauf in der Vergessenheit verschwinden sollte, bis er vor Kurzem endlich neu aufgelegt wurde und nun hoffentlich die Anerkennung erfährt, die ihm gebührt.

Samstag, 20. Februar 2016

[Rezension] Amalthea (Neal Stephenson)

Und schon wieder ein ziemlich dicker Wälzer. "Ein gewaltiges Werk um Auslöschung und Überleben" betitelt der Klappentext das neue Buch von Neal Stephenson, das inzwischen auch in der deutschen Übersetzung vorliegt. Und das ist wirklich nicht zu viel versprochen, behandelt der Roman doch nicht nur die Zerstörung des Mondes, sondern auch die (Beinahe-) Vernichtung der menschlichen Rasse ...


Samstag, 30. Januar 2016

[Rezension] Der Bund der Zwölf (Miriam Pharo)

Zuletzt habe ich einen Roman rezensiert, der etwas kürzer hätte sein dürfen, heute ist genau das Gegenteil der Fall: "Der Bund der Zwölf" von Miriam Pharo hätte durchaus noch ein paar Seiten vertragen dürfen. Warum, das erfahrt ihr gleich, aber erst mal zum Buch an sich.

Sonntag, 24. Januar 2016

[Rezension] Limit (Frank Schätzing)

Mit "Limit" legte Frank Schätzing, Autor des bekannten Bestsellers "Der Schwarm", 2009 einen weiteren dicken Brocken vor. Ganze 1320 Seiten umfasst das in naher Zukunft spielende Science-Fiction-Werk, wovon alleine sieben schon auf die Liste der Dramatis Personae entfallen. Aber dass Schätzing ein Freund der dicken Schmöker ist, sieht man ja auch an seinen anderen Werken. Kann "Limit" trotz oder gerade durch seinen gewaltigen Umfang überzeugen?

Sonntag, 17. Januar 2016

[Rezension] Wahre Geschichten aus dem Mittelalter (Arnold Esch)

Heute gibt es mal wieder eine Rezension zu einem Fachbuch, oder wohl eher zu einem Sachbuch, denn obwohl Arnold Esch ein sehr bekannter und fachlich fundierter Historiker ist, konnte mich das vorliegende Bändchen leider nicht wirklich überzeugen. Dazu aber gleich mehr.